April 2015

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„Volksfeste sind Teil unserer Kultur“

Der Bayerische Landtag hat auf Initiative der CSU-Fraktion beschlossen, dass die Lärmschutzregelung für traditionelle Volksfeste in der praktischen Umsetzung gelockert werden soll. Damit wird die Volksfestkultur auch am bayerischen Untermain gestärkt.

„Traditionelle Volksfeste, wie die Kahler Dorfkerb, haben nicht nur Unterhaltungswert und bringen Generationen zusammen, sondern sind auch Teil unserer Kultur und gelebtes Brauchtum“, sagt Landtagsabgeordnete Judith Gerlach.

Aktuell arbeitet das Wirtschaftsministerium an einem Schreiben, mit dem die Vollzugsbehörden Handlungsspielräume an die Hand bekommen sollen. Im Einzelfall soll dann bis Mitternacht gefeiert werden können. Voraussetzung ist unter anderem, dass es sich um ein traditionelles, von hoher Akzeptanz getragenes Volksfest handelt, das nur an wenigen Tagen im Jahr stattfindet. Mit der neuen Regelung können die Veranstalter bald besser planen. Vom erweiterten Spielraum für die Genehmigungsbehörden soll vor allem die junge Generation profitieren.

Judith Gerlach: „Wenn wir wollen, dass junge Menschen sich für Brauchtum interessieren, müssen wir dem veränderten Freizeitverhalten Rechnung tragen. Heutzutage ist es kaum mehr vermittelbar, dass dabei immer ab 22 Uhr Nachtruhe herrschen soll. 24 Uhr ist eine Erweiterung des Genehmigungsspielraums, mit dem hoffentlich alle gut leben können“.


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Teamfähigkeit und Toleranz durch Musik

Ein 50-köpfiger Kinderchor begrüßte mit den Liedern „Alle Vögel sind schon da“ und „In meinem Garten steht ein Brontosaurus“ die Teilnehmer und Ehregäste der Fachtagung „Vom Kinderlied zur Bachmotette“ der Aschaffenburger Singakademie am heutigen Samstag in der Städtischen Musikschule. In ihrem Grußwort hob Judith Gerlach die Bedeutung der Musik für die Entwicklung von Kindern hervor:

„Musizieren bedeutet nicht nur die Förderung von Kreativität, gemeinsames musizieren fördert nachweislich auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Toleranz.“

Auch CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats und Staatsminister a.D., ging in seinem nachfolgenden Impulsreferat auf die Bedeutung des Singens im Kindesalter ein.

Zur Fachtagung eingeladen hatte die Hanns-Seidel-Stiftung, der Verband Bayerischer Sing und Musikschulen sowie die Stadt Aschaffenburg. Am Beispiel der Aschaffenburger Singakademie als „Best-PracticeBeispiel“ wollen die Teilnehmer Szenarien für eine erfolgreiche und auf Nachhaltigkeit angelegte Kooperationsarbeit aufzeigen. Die Aschaffenburger Singakademie ist eine Kooperation zwischen der Städtischen Musikschule, den Grundschulen und dem Kammerchor Ars Antiqua, um Kinder unter professioneller Leitung mit hochwertigem Sing- und Musikunterricht zur Freude am Singen zu führen.


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Familienpolitik ist mehr als Vereinbarkeit von Familie und Beruf

VOLKACH (Lkrs Kitzingen).  „Was zeichnet eine familienfreundliche Kommune aus?“ fragte sich der Familienbund der Katholiken (FDK) am Wochenende beim Schlossgespräch auf der Hallburg (Volkach / Lkrs Kitzingen). Das Institut für Familienforschung der Uni Bamberg (ifb) ermittelte in einer Befragung von 5000 Familien die eindeutige Antwort: Familien hilft am meisten ein Klima hoher Wertschätzung und Beachtung ihrer Bedürfnisse (45 %). Erst mit deutlichem Abstand wurde eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (29 %) und mehr Geld (25 %) genannt.

Es sind also durchaus subjektiven Faktoren, die im Zweifel entscheiden, ob sich Familien in einer Kommune niederlassen oder bleiben. Für Stefan Paulus, Bürgermeister der 6000 Einwohner Gemeinde Knetzgau (Lkrs Haßberge) sind es viele kleine Mosaiksteinchen, die Eltern sagen lassen „die haben erkannt, was für uns wichtig ist“. So etwa ein Krippenplatz für jedes Kind, ausreichend Ganztagsplätze in der Schule und eine kommunale Ferienbetreuung. Wer im Altort baut bekommt einen finanziellen Zuschuss. Dank einem kommunalen Bündnis für Familie und Senioren zwischen Bürgern, Gemeinde und Kirchen gibt es ein Mehrgenerationenhaus, eine Babysitterbörse oder den Einkaufsbus. Dass Knetzgau seit einiger Zeit mehr Geburten als Todesfälle hat zeige, dass Familienförderung durchaus auch demografische Folgen habe.

Verkehrssituation schlägt Kitaplätze

Generell sind über 90 % der Familien mit ihrem Wohnumfeld zufrieden. Dennoch gibt es eindeutig Punkte, die für oder gegen die Familienfreundlichkeit einer Kommune sprechen: für 95 % der Familien ist Verkehrssicherheit der wichtigster Faktor, nur 36% sind hier mit der Situation vor Ort wirklich zufrieden. Danach folgen „ausreichend Spielplätze“ sowie Freizeitangebote für Jugendliche vor Ort“ (je 92 %) und ein „ausreichender öffentlicher Personennahverkehr“ (87 %). Die Frage nach Krippen- und Kitaplätzen landete mit 80 % erst auf Rang vier. Hier spiegelt sich die hohe Zufriedenheit bei der Betreuungssituation der 3-6jährigen wieder.

Wie kann eine Kommune aber das schmerzlich vermisste Klima (Ehepaare 50%, Alleinerziehende 70%) der Wertschätzung für Kindererziehung schaffen? Für Bürgermeister Paulus sind es viele kleine Punkte, die ein Mosaik ergeben. So etwa für jedes Kind einen Krippenplatz – interkommunal müssten hier für Alleinerziehende Öffnungszeiten bis 20 Uhr möglich sein. Weiterhin ausreichend Ganztagsplätze in der Schule und eine kommunale Ferienbetreuung. Familien, die im Altort bauen, fördert Knetzgau mit finanziellem Zuschuss.

Geld durch Mischfinanzierungen

Für Landtatsabgeordnete Gerlach bedeutet Familienfreundlichkeit einer Kommune, zusammen mit den Betroffenen vor Ort zu schauen, was an Schwerpunktsetzung notwendig sei. Nach dem Ausbau der Kinderbetreuung, sieht die Sozialpolitikerin im Ausbau der schulischen Ganztagsbetreuung den nächsten Schritt. Natürlich koste das Geld, aber „wenn der Bedarf da ist, muss eine Kommune dem gerecht werden“, so Gerlach. Dazu seien Mittel im Familienpakt Bayern vorgesehen. Es gelte auch, den Erzieherberuf attraktiver zu gestalten. Er sei sehr vielseitig, aber zu schlecht bezahlt. Es sei nicht einzusehen, warum etwa eine Erzieherin bei längerer Ausbildung weniger verdiene als eine Grundschullehrerin.

Landrat Töpper sprach die Verantwortung der Landkreise für die weiterführenden Schulen an. Es brauche eigenständige Schulprofile und eine flächendeckende Jugendsozialarbeit an Schulen. Dies sei aber nur durch Cofinanzierungen möglich. Das selbe gelte auch für die vielerorts problematische Situation beim Öffentlicher Nahverkehr, die Familien benachteilige. Flankieren könnten „sachte Maßnahmen“ für Familien in besonderen Herausforderungen, etwa Familienhebammen, Familienpatenschaften oder Vermittelungsstellen für Tagesmüttern.

Michael Kroschewski, Vorsitzender des Familienbund, forderte Familie nicht zu verzwecken. Familienfreundlichkeit spielt nur dann eine Rolle, wenn plötzlich Angst vor Fachkräftemangel herrsche. Das habe mit Wertschätzung nichts zu tun. Es wies auch auf die bestehenden niederschwelligen Angebote der Familienbildung durch die freien Trägern hin. Es sei wichtig, die Arbeit der lokalen Familienstützpunkte damit besser zu verknüpfen, um Familienarbeit nachhaltiger zu gestalten.

Gerlinde Martin dankte als Vorsitzende des FDK-Sachausschuss Familienpolitik den rund 70 anwesenden Gästen für die aktive Diskussion und machte Mut zu engagierter Familienpolitik vor Ort.

Bericht in der Main Post


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Judith Gerlach: Am „Girls‘ und Boys‘Day“ neue Wege für die Berufswahl entdecken!

Aschaffenburg. „Wer sagt, dass nicht auch Mädchen Elektrotechniker und Jungen Erzieher werden können? Bei der Berufsorientierung sollte es um die Stärken des jeweiligen Jugendlichen gehen und nicht um Geschlechterklischees“, so Judith Gerlach.

Nach wie vor sind Frauen in technischen Berufen so unterrepräsentiert wie Männer in sozialen Berufen. Deshalb wurde der „Girls‘ und Boys‘Day“ ins Leben gerufen. Schülerinnen sollen vor allem für die sogenannten MINT-Berufe begeistert werden, also Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Auf der anderen Seite haben Jungen die Möglichkeit, Berufe im sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich kennenzulernen, die immer noch als „typisch weiblich“ gelten.

„Es ist zwar erfreulich, dass wir in den vergangenen Jahren eine Steigerung der weiblichen Fachkräfte in technischen Berufen beobachten können. Trotzdem ist der Frauenanteil im Bereich Technik, Handwerk, Naturwissenschaft und IT nicht einmal halb so hoch wie über alle Berufe hinweg – nur jeder fünfte Beschäftigte in diesem Bereich ist weiblich. Mehr als die Hälfte der Mädchen wählt aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – kein naturwissenschaftlich-technischer Beruf ist darunter“, betont Judith Gerlach.

Auf der anderen Seite sind gerade einmal knapp fünf Prozent der Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen männlich. Auch bei den Pflegekräften liegt der Männeranteil nur zwischen 13 und 15 Prozent. Dabei sind gerade in diesen Bereichen häufig qualifizierte Männer gesucht, so dass sich hier interessante Zukunftschancen für Jungen bieten.

„Wir müssen junge Frauen und Männer motivieren, ihre individuellen Talente, Fähigkeiten und Interessen zu entdecken, und diese bewusst am Arbeitsmarkt einzubringen“, so Judith Gerlach.

„Auch die Unternehmen sind hier gefragt. Der „Girls‘ und Boys‘Day“ bietet die Möglichkeit, neue Bewerber zu begeistern und dadurch die Anzahl guter Nachwuchskräfte in der jeweiligen Branche zu erhöhen“, fügt Judith Gerlach hinzu. „Der Fachkräftemangel stellt sowohl den Staat, als auch Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Keiner kann es sich mehr leisten, auf das Potential von Frauen oder Männern zu verzichten, weder im technischen, noch im sozialen Bereich“, so Judith Gerlach abschließend.

Infoblatt-Girls-und-BoysDay-2015

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Webseite „Boys’Day“

Webseite „Girls’Day“


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„Ja ich will… mich selbst entscheiden!“

In der März-April-Ausgabe der bayernweiten Zeitschrift „Gemeinde creativ“ wurde mein Artikel „Ja ich will… mich selbst entscheiden!“ veröffentlicht. Ich widme mich dabei der Frage, ob es in unserer Gesellschaft wirklich eine Wahlfreiheit in Bezug auf die Familiengestaltung gibt. Was denken Sie/Ihr über dieses Thema?

Schreiben Sie mir einen Kommentar unter den Artikel.

GC_002-2015_Gerlach_Ja_ich_will

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v.l.n.r. Wolfgang Bachmann, Wolfgang Zöller, Gerhard Schuhmacher, Judith Gerlach und Susanne König

Besuch bei der Caritas Sozialstation St. Johannes e.V. in Erlenbach

Gerhard Schuhmacher, 1. Vorsitzender der Sozialstation St. Johannes e.V. in Erlenbach hat am Dienstag zu einem Arbeitstreffen eingeladen. Geimeinsam mit Wolfgang Zöller, MdB a.D. und ehem. Patientenbeauftragter der Bundesregierung; Wolfgang Bachmann, Vorstand des Gesundheitsnetz’ Süd und Susanne König, Sozialstation St. Johannes e.V. stellte er mir den Konzeptvorschlag für eine „Main-Sozialgenossenschaft“ vor.

Sozialgenossenschaft
Neben den bereits bestehenden Formen des bürgerschaftlichen Engagements und dem Einsatz der Menschen vor Ort, können Sozialgenossenschaften das richtige Modell sein, um soziale Anliegen gemeinschaftlich selbst in die Hand zu nehmen und zu lösen. Genossenschaften sind vor allem dadurch gekennzeichnet, dass jedes Mitglied demokratisch in die Entscheidungen eingebunden ist, das Prinzip „Alle für einen, einer für alle“ dort gelebt wird und sie im Gegensatz etwa zum eingetragenen Verein auch wirtschaftliche Ziele verfolgen. Sie heben sich besonders dadurch hervor, dass sie die Förderung der Mitglieder in den Mittelpunkt stellen und nicht rein kapitalorientierte Interessen verfolgen.
Quelle: http://www.stmas.bayern.de

Es war ein sehr informatives Treffen mit wertvollem Gesundheits-Know-How. Die in Gründung befindliche Genossenschaft sucht Erweiterung im Landkreis und Stadt Aschaffenburg. Ich freue mich auf weitere Treffen und die Möglichkeit mich hier einzubringen.


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