Oktober 2015

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Schrei so laut Du kannst!

Nachmittags in einem Aschaffenburger Stadtbus: Ein mit dem Besuch beim Arbeitsamt unzufriedenes junges Pärchen steigt zu und setzt sich einer älteren Dame gegenüber. Aggressiv in Worten und Verhalten pöbeln die beiden nicht nur untereinander, sondern wollen auch noch den Schmuck der Dame – ein junger Mann, der die Situation beobachtet, schreitet ein…

Dieses Szenario ist freilich nur gespielt, denn das „aggressive Pärchen“ sind Polizeihauptmeister und Trainer für Zivilcourage Alexander Schwandner sowie die Landtagsabgeordnete Judith Gerlach. Die weiteren Darsteller sind Teilnehmer des Polizeikurses für Selbstsicherheit und Zivilcourage, zu dem die Jungen Union Aschaffenburg-Stadt um ihre Vorsitzende Judith Gerlach am frühen Sonntagabend in die Stadthalle eingeladen hatte.

Alexander Schwandner ist seit 25 Jahren bei der bayerischen Landespolizei, sein Revier ist der Münchner Hauptbahnhof, wo er als Kontakt- und Präventionsbeamter täglich Situationen erlebt, die ein hohes Aggressionspotenzial haben. Der gebürtige Aschaffenburger warnt: „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht – jeder kann Opfer von Gewaltkriminalität werden“. Die meisten Gewaltverbrechen passieren zwischen 15 und 21 Uhr, weiß Schwandner. Wie man sich in einer solchen Situation verhält, erklärte er den rund 40 Teilnehmern in seinem zweistündigen Kurs anhand von Rollenspielen und Praxisbespielen. Lebendig und lebensnah erklärt Schwandner, dass es dem Täter um Macht, Dominanz und Kontrolle geht – und genau hier müsse man ansetzen: den Täter durch selbstbewusstes Auftreten verunsichern.

Schwandner erklärt in vier Phasen, wie man sich im Fall einer körperlichen Bedrängung bzw. wenn man eine Auseinandersetzung beobachtet, verhalten solle. Die Zuhörer lauschen gespannt und beobachten die Rollenspiele aufmerksam. Schwandner rät: „Alles was sie heute hier hören und sehen, muss in ihr Unterbewusstsein übergehen, daher sollte sie daheim ein selbstbewusstes Auftreten üben.“ Dazu gehöre beispielsweise eine aufrechte Haltung, „Luft in die Lunge“, Blick gerade aus, eine laute Stimme. Schon dieses Auftreten vermeide in 70 Prozent der Fälle eine aggressive Tat. Zum Abschluss zeigte er den Teilnehmern, wie man einen tatsächlichen Angriff abwehren kann: sicherer Stand, den Täter mit den Händen auf Distanz halten und „Schrei so laut du kannst“.

Buchtipp: Stärke zeigen: Wie man sich und andere vor Übergriffen schützt von Alex Schwandner (Autor); Bastei Lübbe (Lübbe Paperback); Auflage: Aufl. 2013 (11. Oktober 2013); ISBN-10: 3785760965


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Aus dem Landtag…

Im Plenum ging es in dieser Woche unter anderem um diese Themen:

  • Asylpolitik
  • Ehrenamt


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Besuch aus der Heimat

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Judith Gerlach und Staatsminister Winfried Bausback kamen 90 interessierte Bürgerinnen und Bürger nach München, um den Bayerischen Landtag im Maximilianeum zu besuchen. Zu Beginn war eine Führung durch den Justizpalast möglich. Anschließend begrüßte Judith Gerlach die Gruppen vom bayerischen Untermain: Mitglieder des THW Ortsverbandes Aschaffenburg und Alzenau, Mitarbeiter der Bahnhofsmission in Aschaffenburg, Mitglieder des Ortsverbandes Eisenbahn- u. Verkehrsgewerkschaft und eine kleine Gruppe von Reservisten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen bekamen die Besucher im Plenarsaal von Winfried Bausback und Judith Gerlach Einblicke in den Arbeitsalltag der Politik und über aktuelle Themen, die den Landtag beschäftigen. Eine gute Gelegenheit für die Besucher, ihren Abgeordneten auf den Zahn zu fühlen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Danach konnte die Besucher vom Bayerischen Untermain den Abend in der Münchner Innenstadt gemütlich ausklingen lassen, bis es wieder auf die Heimreise ging.


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Gut gebrüllt

Die Ausstellung „Gut gebrüllt – Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen“ kann seit Freitag, 2. Oktober im Schloss Johannisburg in Aschaffenburg bewundert werden. Der bayerische Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder eröffnete die Ausstellung persönlich und wurde mit viel Herbstsonne über dem „bayerischen Nizza“ belohnt. „Die Ausstellung ist ein spannender Parcours durch die bayerische Landesgeschichte im Spiegel des Löwen. Begeben Sie sich auf die Spuren von Bayerns mächtigstem Wahrzeichen“, sagte Söder.

Judith Gerlach war bei der Eröffnung ebenfalls dabei: „Es ist wirklich interessant, wie eng die Geschichte Bayerns mit dem Löwen in Verbindung steht. In den historischen Räumlichkeiten unseres wunderschönen Schlosses, kommt die Thematik umso besser rüber. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich wirklich“.

Die Wanderausstellung der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung ist noch bis 15. November zu sehen. Das Wappentier des Freistaates wird in seinen vielfältigen Aspekten im Laufe der bayerischen Geschichte dargestellt. Der Eintritt ist im Ticket des Schloss Johannisburg enthalten. Die Wanderausstellung kann außer montags von 10 bis 16 Uhr besichtigt werden.

Weitere Informationen hier.

(Foto: Staatsminister Dr. Markus Söder, Judith Gerlach und Landtagsabgeordneter Peter Winter)


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