Aus der Presse

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Staatsregierung in Alzenau

Der Freistaat Bayern wurde einen Tag lang von Alzenau aus regiert: Die Bayerische Staatsregierung um Ministerpräsident Horst Seehofer tagte auf der frisch renovierten Burg. Die ehemalige Kreisstadt feiert in diesem Jahr die 200-jährige Zugehörigkeit zu Bayern, was Grund genug für das Kabinett war, der nordwestlichsten Stadt im Freistaat einen Besuch abzustatten.

„Für Bürgermeister Alexander Legler und Landrat Ulrich Reuter eine gute Möglichkeit, in ihren Ansprachen für die Region zu werben – und für mich die Gelegenheit, im Mutterschutz mal wieder mit Ministern und Staatssekretären ins persönliche Gespräch zu kommen. Ein schöner Vormittag bei weiß-blauem Himmel – musikalisch toll umrahmt vom Musikverein Concordia Michelbach und dem Orchester des Spessart-Gymnasiums Alzenau“, genoss Judith Gerlach den Vormittag auf Burg Alzenau.

 


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Familienpolitik ist mehr als Vereinbarkeit von Familie und Beruf

VOLKACH (Lkrs Kitzingen).  „Was zeichnet eine familienfreundliche Kommune aus?“ fragte sich der Familienbund der Katholiken (FDK) am Wochenende beim Schlossgespräch auf der Hallburg (Volkach / Lkrs Kitzingen). Das Institut für Familienforschung der Uni Bamberg (ifb) ermittelte in einer Befragung von 5000 Familien die eindeutige Antwort: Familien hilft am meisten ein Klima hoher Wertschätzung und Beachtung ihrer Bedürfnisse (45 %). Erst mit deutlichem Abstand wurde eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (29 %) und mehr Geld (25 %) genannt.

Es sind also durchaus subjektiven Faktoren, die im Zweifel entscheiden, ob sich Familien in einer Kommune niederlassen oder bleiben. Für Stefan Paulus, Bürgermeister der 6000 Einwohner Gemeinde Knetzgau (Lkrs Haßberge) sind es viele kleine Mosaiksteinchen, die Eltern sagen lassen „die haben erkannt, was für uns wichtig ist“. So etwa ein Krippenplatz für jedes Kind, ausreichend Ganztagsplätze in der Schule und eine kommunale Ferienbetreuung. Wer im Altort baut bekommt einen finanziellen Zuschuss. Dank einem kommunalen Bündnis für Familie und Senioren zwischen Bürgern, Gemeinde und Kirchen gibt es ein Mehrgenerationenhaus, eine Babysitterbörse oder den Einkaufsbus. Dass Knetzgau seit einiger Zeit mehr Geburten als Todesfälle hat zeige, dass Familienförderung durchaus auch demografische Folgen habe.

Verkehrssituation schlägt Kitaplätze

Generell sind über 90 % der Familien mit ihrem Wohnumfeld zufrieden. Dennoch gibt es eindeutig Punkte, die für oder gegen die Familienfreundlichkeit einer Kommune sprechen: für 95 % der Familien ist Verkehrssicherheit der wichtigster Faktor, nur 36% sind hier mit der Situation vor Ort wirklich zufrieden. Danach folgen „ausreichend Spielplätze“ sowie Freizeitangebote für Jugendliche vor Ort“ (je 92 %) und ein „ausreichender öffentlicher Personennahverkehr“ (87 %). Die Frage nach Krippen- und Kitaplätzen landete mit 80 % erst auf Rang vier. Hier spiegelt sich die hohe Zufriedenheit bei der Betreuungssituation der 3-6jährigen wieder.

Wie kann eine Kommune aber das schmerzlich vermisste Klima (Ehepaare 50%, Alleinerziehende 70%) der Wertschätzung für Kindererziehung schaffen? Für Bürgermeister Paulus sind es viele kleine Punkte, die ein Mosaik ergeben. So etwa für jedes Kind einen Krippenplatz – interkommunal müssten hier für Alleinerziehende Öffnungszeiten bis 20 Uhr möglich sein. Weiterhin ausreichend Ganztagsplätze in der Schule und eine kommunale Ferienbetreuung. Familien, die im Altort bauen, fördert Knetzgau mit finanziellem Zuschuss.

Geld durch Mischfinanzierungen

Für Landtatsabgeordnete Gerlach bedeutet Familienfreundlichkeit einer Kommune, zusammen mit den Betroffenen vor Ort zu schauen, was an Schwerpunktsetzung notwendig sei. Nach dem Ausbau der Kinderbetreuung, sieht die Sozialpolitikerin im Ausbau der schulischen Ganztagsbetreuung den nächsten Schritt. Natürlich koste das Geld, aber „wenn der Bedarf da ist, muss eine Kommune dem gerecht werden“, so Gerlach. Dazu seien Mittel im Familienpakt Bayern vorgesehen. Es gelte auch, den Erzieherberuf attraktiver zu gestalten. Er sei sehr vielseitig, aber zu schlecht bezahlt. Es sei nicht einzusehen, warum etwa eine Erzieherin bei längerer Ausbildung weniger verdiene als eine Grundschullehrerin.

Landrat Töpper sprach die Verantwortung der Landkreise für die weiterführenden Schulen an. Es brauche eigenständige Schulprofile und eine flächendeckende Jugendsozialarbeit an Schulen. Dies sei aber nur durch Cofinanzierungen möglich. Das selbe gelte auch für die vielerorts problematische Situation beim Öffentlicher Nahverkehr, die Familien benachteilige. Flankieren könnten „sachte Maßnahmen“ für Familien in besonderen Herausforderungen, etwa Familienhebammen, Familienpatenschaften oder Vermittelungsstellen für Tagesmüttern.

Michael Kroschewski, Vorsitzender des Familienbund, forderte Familie nicht zu verzwecken. Familienfreundlichkeit spielt nur dann eine Rolle, wenn plötzlich Angst vor Fachkräftemangel herrsche. Das habe mit Wertschätzung nichts zu tun. Es wies auch auf die bestehenden niederschwelligen Angebote der Familienbildung durch die freien Trägern hin. Es sei wichtig, die Arbeit der lokalen Familienstützpunkte damit besser zu verknüpfen, um Familienarbeit nachhaltiger zu gestalten.

Gerlinde Martin dankte als Vorsitzende des FDK-Sachausschuss Familienpolitik den rund 70 anwesenden Gästen für die aktive Diskussion und machte Mut zu engagierter Familienpolitik vor Ort.

Bericht in der Main Post


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Judith Gerlach: Am „Girls‘ und Boys‘Day“ neue Wege für die Berufswahl entdecken!

Aschaffenburg. „Wer sagt, dass nicht auch Mädchen Elektrotechniker und Jungen Erzieher werden können? Bei der Berufsorientierung sollte es um die Stärken des jeweiligen Jugendlichen gehen und nicht um Geschlechterklischees“, so Judith Gerlach.

Nach wie vor sind Frauen in technischen Berufen so unterrepräsentiert wie Männer in sozialen Berufen. Deshalb wurde der „Girls‘ und Boys‘Day“ ins Leben gerufen. Schülerinnen sollen vor allem für die sogenannten MINT-Berufe begeistert werden, also Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Auf der anderen Seite haben Jungen die Möglichkeit, Berufe im sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich kennenzulernen, die immer noch als „typisch weiblich“ gelten.

„Es ist zwar erfreulich, dass wir in den vergangenen Jahren eine Steigerung der weiblichen Fachkräfte in technischen Berufen beobachten können. Trotzdem ist der Frauenanteil im Bereich Technik, Handwerk, Naturwissenschaft und IT nicht einmal halb so hoch wie über alle Berufe hinweg – nur jeder fünfte Beschäftigte in diesem Bereich ist weiblich. Mehr als die Hälfte der Mädchen wählt aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – kein naturwissenschaftlich-technischer Beruf ist darunter“, betont Judith Gerlach.

Auf der anderen Seite sind gerade einmal knapp fünf Prozent der Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen männlich. Auch bei den Pflegekräften liegt der Männeranteil nur zwischen 13 und 15 Prozent. Dabei sind gerade in diesen Bereichen häufig qualifizierte Männer gesucht, so dass sich hier interessante Zukunftschancen für Jungen bieten.

„Wir müssen junge Frauen und Männer motivieren, ihre individuellen Talente, Fähigkeiten und Interessen zu entdecken, und diese bewusst am Arbeitsmarkt einzubringen“, so Judith Gerlach.

„Auch die Unternehmen sind hier gefragt. Der „Girls‘ und Boys‘Day“ bietet die Möglichkeit, neue Bewerber zu begeistern und dadurch die Anzahl guter Nachwuchskräfte in der jeweiligen Branche zu erhöhen“, fügt Judith Gerlach hinzu. „Der Fachkräftemangel stellt sowohl den Staat, als auch Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Keiner kann es sich mehr leisten, auf das Potential von Frauen oder Männern zu verzichten, weder im technischen, noch im sozialen Bereich“, so Judith Gerlach abschließend.

Infoblatt-Girls-und-BoysDay-2015

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Webseite „Boys’Day“

Webseite „Girls’Day“


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„Ja ich will… mich selbst entscheiden!“

In der März-April-Ausgabe der bayernweiten Zeitschrift „Gemeinde creativ“ wurde mein Artikel „Ja ich will… mich selbst entscheiden!“ veröffentlicht. Ich widme mich dabei der Frage, ob es in unserer Gesellschaft wirklich eine Wahlfreiheit in Bezug auf die Familiengestaltung gibt. Was denken Sie/Ihr über dieses Thema?

Schreiben Sie mir einen Kommentar unter den Artikel.

GC_002-2015_Gerlach_Ja_ich_will

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Pressemitteilung: Friedrich-Dessauer-Gymnasium wird Pilotschule für die Mittelstufe Plus

Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg ist eine von 47 Pilotschulen für die Mittelstufe Plus. Das gab Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle heute bekannt. Für die Landtagsabgeordnete Judith Gerlach eine gute Wahl: „Die Mittelstufe Plus ist ein zukunftsweisendes Konzept, das Schülerinnen und Schülern mit dem entsprechenden pädagogischem Bedarf mehr Lernzeit ermöglicht. Die Teilnahme des Dessauer Gymnasiums am Pilotverfahren ermöglicht es, direkt vor Ort erste Erfahrungen mit dem Konzept zu sammeln.“

71 Schulen aus ganz Bayern hatten sich beworben, zwei Drittel davon wurden in den Kreis der Pilotschulen aufgenommen. Dabei war es wichtig, dass sowohl große wie kleine Gymnasien einbezogen werden. Außerdem wurde sichergestellt, dass Gymnasien in Städten, Großstädten wie auch im ländlichen Raum, sowie Gymnasien mit unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen und Sprachen folgen in den Pilotversuch einbezogen werden. Letztlich kann so die gesamte Vielfalt der bayerischen Gymnasiallandschaft abgebildet werden.

„Die Mittelstufe Plus ist unsere Antwort auf die wachsende Heterogenität der
Schülerschaft“, Judith Gerlach

„Die Schülerinnen und Schüler erfahren eine deutliche Entlastung bei den Wochenstunden und in der Anzahl der Fächer. Und sie bekommen eine zusätzliche Förderung – vor allem in den Kernfächern.“ Das Konzept der Mittelstufe Plus geht auf eine Resolution der CSUFraktion im Bayerischen Landtag zurück, die sie vergangenes Jahr bei ihrer Klausurtagung in Kloster Banz verabschiedet hatte.
Nach der Pilotphase wird es – eine positive Bilanz vorausgesetzt – jedem Gymnasium freigestellt sein, die Mittelstufe Plus anzubieten.


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Pressemitteilung: Thomas Kreuzer: Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Kosovo nimmt dramatische Ausmaße an – Ziel ist Zurückführung nach maximal drei Wochen

„Die Situation hat sich dramatisch zugespitzt“, beschreibt Thomas Kreuzer, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, die Explosion der Zahl der Flüchtlinge aus dem Kosovo. Täglich wandern rund 1.000 Kosovaren aus ihrer Heimat ab, praktisch ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen.

Im Dezember vergangenen Jahres stellten Asylbewerber aus dem Kosovo 1.461 Erstanträge. Im Dezember 2013 waren es noch 304 Anträge. „Das ist eine Steigerung um 480 Prozent“, stellt Kreuzer fest. „Es kann nicht sein, dass sich das Kosovo selbst entvölkert, nur um hier in Deutschland Sozialleistungen zu erhalten.“ Geht der Exodus aus dem Kosovo so weiter, kommen in diesem Jahr 360.000 Wirtschaftsflüchtlinge nach Deutschland. Das ist ein Fünftel der Bevölkerung aus dem Kosovo. „Wenn ich über das Auswärtige Amt höre, dass auf dem Busbahnhof in Pristina eine ´Volksfeststimmung` herrscht, setzen wir doch offensichtlich völlig falsche Anreize. Wer nicht verfolgt wird, sondern sich nur aus finanziellen Gründen die langen Verfahrensdauern zu Nutze machen will, muss eine klare Grenze aufgezeigt bekommen.“

Der CSU-Politiker fordert daher das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zum Handeln auf: „Die durchschnittliche Verfahrensdauer bei Asylanträgen beträgt 4,5 Monate. Das ist ein untragbarer Zustand. Hier braucht es mehr Personal zum Abarbeiten der Anträge. Außerdem muss das Kosovo so schnell wie möglich zu den sicheren Herkunftsstaaten gezählt werden.“ Die Kosovo-Fälle müssen unbedingt priorisiert behandelt werden. „Ziel muss es sein, dass die Antragsteller zwei bis drei Wochen nach ihrer Einreise wieder in den Kosovo zurückgeführt werden.“, so Kreuzer. „Das hätte auch eine wichtige öffentliche Wirkung für die dortige Bevölkerung und würde der bedrohlichen Sogwirkung schnell einen Riegel vorschieben.“ Die CSU-Fraktion wird dazu auch einen Dringlichkeitsantrag ins morgige Plenum einbringen.


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Gerlach im Gespräch mit dem AKU

Regionale Vorhaben zur Energiewende und ökologische Vorhaben waren Gegenstand des Gesprächs zwischen den Vorstandsmitgliedern Helmut Winter (Karlstein) und Paul Gerlach (Aschaffenburg) des CSU-Arbeitskreises Umweltsicherung und Landesentwicklung (AKU) in der Region Bayerischer Untermain mit der Landtagsabgeordneten Judith Gerlach (Aschaffenburg).

Konkret ging es dabei insbesondere um die Umsetzung des „Integrierten Energie- und Klimakonzeptes für die Region Bayerischer Untermain“. Nach der anstehenden Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen erhoffen sich die Gesprächsteilnehmer baldige Fortschritte bei der Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen, damit das anvisierte Ziel von 50 Anlagen erreicht werden kann.

Angesichts der inzwischen deutlichen Warnungen vor einem Klimawandel bleibe die angestrebte CO2-Minderung eine zentrale Aufgabe auch in der Heimatregion. Im Gespräch war auch eine über die beratende und motivierende Tätigkeit der Zentec hinausgehende operative Ausrichtung dieser von den Gebietskörperschaften Stadt und Landkreis Aschaffenburg und Landkreis Miltenberg gegründeten Einrichtung.

Auf Vorschlag von Helmut Winter, zugleich Fraktionsvorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion Aschaffenburg, will man weitere Aktivitäten mit den CSU-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Aschaffenburg und im Kreistag Miltenberg besprechen. Die von dem 100 Mitglieder starken Umwelt-Arbeitskreis (AKU) angestoßene Renaturierung der Gersprenz fand bei der jüngsten Abgeordneten im bayerischen Landtag große Zustimmung.

Judith Gerlach sagte zu, sich bei den zuständigen Ministerien darum zu bemühen, dass die Zuständigkeitsfrage für die auch nach den europäischen Richtlinien wegen der ungenügenden Wasserqualität notwendige Renaturierung schnell beantwortet wird und die Maßnahme nach dem 1. Bauabschnitt zügig fortgesetzt wird. Die AKU-Vertreter verwiesen in diesem Zusammenhang auf das Beispiel der Aschaff-Renaturierung. Damals hatten sich die Behörden und betroffenen Kommunen auf eine vertraglich gesicherte Finanzierungs-Regelung geeinigt. Lobend erwähnt wurde das Landratsamt Aschaffenburg, das sich trotz fehlender Zuständigkeit um diese Umwelt-Maßnahme kümmert.


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Pressemitteilung der Mittelstandsunion Aschaffenburg

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Dokumentationspflichten laufen aus dem Ruder:

Mindestlohn entbürokratisieren und Fehlsteuerungen korrigieren

„Die Bürokratielasten zur Dokumentation des Mindestlohns laufen aus dem Ruder. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen stellen die umfangreichen Erfassungsvorschriften eine massive Belastung dar“, sagt Dirk Reinhold, Vorsitzender der Mittelstandsunion der CSU Aschaffenburg (MU), und fordert: „Das Mindestlohngesetz muss dringend korrigiert werden, um unsere Mittelständler aber auch viele Vereine vor ausufernder Bürokratie zu schützen. Wir erwarten von den Bundestagsabgeordneten unserer Region, dass sie für eine rasche Überarbeitung des Mindestlohngesetzes eintreten. “

Das Mindestlohngesetz, seit 1. Januar 2015 in Kraft, sieht eine Reihe von umfangreichen Dokumentationspflichten zur Erfassung von Arbeitszeiten vor. „Bereits in den ersten Wochen nach Einführung zeigt sich deutlich, dass die Belastungen überhand nehmen und Unternehmer und ihre Mitarbeiter mit überflüssiger Bürokratie fesseln“, unterstreicht Reinhold. Deshalb setzt sich die MU Aschaffenburg für weitere Befreiungen von den Dokumentationspflichten ein. Seit Jahresanfang müssen Arbeitgeber für alle Mini-Jobs, selbst bei hohen Stundenlöhnen, jeden Tag die genauen Arbeitszeiten erfassen. Außerdem müssen in bestimmten Branchen wie Baugewerbe und Pflegedienste zusätzlich bei allen Beschäftigten bis 2958 Euro Monatsgehalt die genauen Arbeitszeiten dokumentiert werden. „Dies hat nichts mehr mit dem Mindestlohn zu tun“, kritisiert Dirk Reinhold „Selbst wenn man zahlreiche Überstunden leistet, kommt man bei 8,50 Euro normalerweise nicht über 1.900 Euro Monatsgehalt.“ Deshalb fordert die MIT, die Dokumentationspflichten für Beschäftigte mit höheren Monatsgehältern zu streichen. Außerdem sollen Mini-Jobs, bei denen der Lohn und die Arbeitszeiten in einem Vertrag festgeschrieben sind, komplett von den Dokumentationspflichten befreit werden.

Darüber hinaus fordert MU Aschaffenburg, bereits zum 30. Juni 2015 durch Experten einen Bericht zu den Wirkungen des Mindestlohns auf geringfügig Beschäftigte in Vereinen und karitativen und kulturellen Organisationen vorzulegen. „Wir dürfen nicht akzeptieren, dass die Mindestlohnbürokratie das freiwillige Engagement von Menschen in Turnvereinen, Fußballclubs oder Kulturinstitutionen zurückdrängt. Hier gilt es besonders wachsam zu sein“, mahnt Reinhold. Zudem appelliert die MU, für Klarheit bei Anrechnungen von Arbeitgeberleistungen (z.B. Weihnachts- und Urlaubsgeld, Sonn-, Feiertags-, Nachtzuschläge und Gefahrenzulagen) und für mehr Rechtssicherheit bei Praktikantenvergütungen zu sorgen. „Bei Praktika ist unklar, ob der Mindestlohn bei der Überschreitung des Drei-Monatszeitraums ab dem ersten Tag der Fristüberschreitung oder rückwirkend ab Beginn des Praktikums zu zahlen ist“, mahnt Reinhold. Unklar sei zudem, wie Praktika zu vergüten sind, die 2014 begonnen wurden und in das Jahr 2015 reichen.

„Der Mindestlohn muss endlich praxistauglich ausgestaltet werden. Was als Unterstützung für Geringverdiener gedacht war, darf nicht im Bürokratiemonster für Unternehmen enden“, sagt der Vorsitzende der MU Stadt und Land Aschaffenburg.

V.i.S.d.P.: Dirk Reinhold, MU Aschaffenburg Stadt- und Land


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Eine Stimme für Aschaffenburg – Judith Gerlach resümiert ein Jahr im Landtag

Aus der Presse: ASCHAFFENBURG. Ein Jahr im Landtag hat CSU-Landtagsabgeordnete Judith Gerlach hinter sich – und sie ist um viele Erfahrungen reicher. Von ihren Erlebnissen hat sie jetzt im Gemeindehaus in Schweinheim erzählt. Der Andrang war groß: Rund 60 Zuhörer waren der Einladung gefolgt. Häufig wird die jüngste Landtagsabgeordnete als ‚Landtagsküken‘ zwischen Ministerpräsidenten und Urgesteinen der Politik wahrgenommen. Der Vorteil: Sie erreicht die Jugend authentisch. Den Aschaffenburgern ist sie in München eine Stimme. All das macht ihren Beruf für sie aus. Mit einem Augenzwinkern erzählte sie in ihren Anekdoten aus dem Landtags-Alltag und spannendem Meinungsaustausch in Brüssel. Judith Gerlachs Vortrag hat verdeutlicht wie bürgernah sie ist.


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Landtagsabgeordnete Judith Gerlach mit Staatssekretär Franz Pschierer (vorne links), Präsident der IHK Aschaffenburg Friedberg Eder (vorne rechts) und weiteren IHK-Mitgliedern.

Wie bleibt die Region attraktiv? Diskussion zwischen IHK-Präsidium und Landtagsabgeordneter Judith Gerlach

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Prima Sonntag: MÜNCHEN/BAYERISCHER UNTERMAIN. Diskussionen rund um die Zukunft von Bayern und die des Bayerischen Untermains: Am Mittwoch hat Landtagsabgeordnete Judith Gerlach aus Aschaffenburg mit Handwerkskammer-Experten über bayernweite Themen diskutiert – im bayerischen Landtag. Dabei ging es zum Beispiel um aktuelle Entwicklungen in der Steuerpolitik – ein Thema, das uns alle betrifft. Welche Rahmenbedingen es für die Wirtschaft geben soll, das wurde nicht nur für Bayern, sondern auch für unsere Region besprochen. Spannend war auch die Diskussion zum Thema ‚Energiewende‘. Wie lässt sich diese finanzieren? Wie lässt sich eine Energieversorgung für ganz Bayern künftig gewährleisten? Gerade die Unternehmen und Investoren in der Region sind auf eine verlässliche und bezahlbare Stromversorgung angewiesen. Ein Blick auf die Bayerische Wirtschaft ließ bei der Diskussion in München erkennen: Schon heute geht die Zahl der Fachkräfte zurück. Ein Problem, das erkannt und so am Schopf gepackt werden muss. Politiker und die IHK Aschaffenburg waren sich hier einig: Sie müssen zusammenarbeiten. Um Nachwuchs für die Berufswelt zu begeistern, muss der Vorteil des Handwerks betont werden. Nur so wird der Bevölkerung bewusst, wie wichtig es für uns alle ist. Maurer, Schneider, Bäcker und viele weitere Handwerksberufe: Sie halten unsere Gesellschaft zusammen.


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